Mittwoch, 19. November 2014

Alltag

Wenn man jeden Tag zur gleichen Uhrzeit aufsteht, auf den gleichen Wecker schaut, in die gleiche Routine schlüpft und jeden Abend wieder in das gleiche Bett geht,
 dann vergeht die Zeit und man weiß gar nicht mehr ob man Mittwoch beim Chinesen war oder Donnerstag.
Es fließt alles in einander über und  man scheint nur daneben zu stehen und zu zuschauen anstatt das alles zu überschauen.
Und so schwindet der Tag in die Nacht und die Nacht in den Tag. Es vergeht wieder eine Woche. Es ist wieder Mittwoch oder Donnerstag aber das ist ja dann egal.

Und das komische dabei ist ja, dass man denkt , alles läuft ohne einen genau so weiter , alles vergeht und man steht nur so da und dreht Däumchen, macht sein Sudoku und checkt seine Mails.

Doch dieser Fluss ist gar kein Fluss, es ist auch kein Weg oder eine Leiter, es ist eine Schatzkarte.

und manche drehen immer wieder in den gleichen Kreisen und streifen so knapp an dem Schatz dabei vorbei und manche verlaufen sich und müssen erst wieder zurückfinden und manche können erst gar nicht die Karte lesen oder wollen dies nicht.
Aber die verschiedensten Rätsel und Ereignisse können uns umleiten  und verleiten.

Nein es gibt keinen Fluss, denn manchmal muss man einfach mehrmals eine besonders schwere Stelle passieren um weiter zu kommen.

Und manchmal fehlt letztlich nur ein kleines Stück Mut.

Montag, 28. Juli 2014

Prolog

"Es ergibt alles einen Sinn." 
"Du spinnst!"
"Ich kann es... spüren, tief in meiner Brust." 
"Da ist nichts." 
"Ich spüre es bei jedem Atemzug"
 "Hör auf!" 
"Auch wenn es sich als Krank raustellt," 
"Du interpretierst zu viel hinein." 
"gehört es zu mir. Es ist ein Teil von mir. Ich werde sie behalten."


Eigentlich ist es langweilig. 
Eigentlich bin ich langweilig.  
Ich wohne in einer Kleinstadt, kaum zwanzig, weiß nicht was ich studieren soll. So wie eigentlich jeder.
In meinem Leben ist auch nie was sonderbares passiert;ein Scheidungskind, so wie fast jeder dritte , mit Geschwistern und einer gestressten Mutter. Ich habe noch nie einen Mord oder dergleich schlimme Sachen ,außer im Fernsehen, gesehen.
Ich habe genau die gleichen Hobbys wie jeder: Musik, Sport und Lesen.
Ich bin nicht hässlich, aber besonders hübsch bin ich auch nicht.
Ich könnte genau der Typ sein, der vor dir in der Schlange sich einen Döner holen will.
Oder der, der neben dir in der Klasse saß und dessen Namen du dir schon immer nicht merken konntest.

Und so ging es mir schon immer. Ich war irgendeiner.